Bekommt Alfeld einen Kulturwanderweg?

Zur Sitzung des Gemeinderates begrüßte Bürgermeisterin Yvonne Geldner-Lauth einige Mitglieder des Kulturvereins. Theresa Linhard stellte dem Gremium die Idee eines Kulturwanderweges durch Alfeld vor. Dabei sollen die Alleinstellungsmerkmale hervorgehoben werden, die Alfeld zu bieten hat.

An der Projektidee hat eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Kulturvereins gearbeitet. Bestehende Wege sollen genutzt und verschönert oder ausgebaut werden. Startpunkt soll der Wanderparkplatz am Volksmusikzentrum sein.

Die Hauptroute soll über acht Stationen führen und in etwa 45 Minuten bequem zu erwandern sein. Routenalternativen könnten den bestehenden Naturlehrpfad durch das Rinntal einschließen. In der Ortsmitte soll die Dorfchronik als zentrales Aushängeschild für die Darstellung der Gemeindeentwicklung platziert werden. Die bisherige Tafel beim Brunnen sei nicht mehr zeitgemäß, weil die darauf vermerkten Daten 1914 enden.

Der Kulturverein schlug vor, das bestehende Buswartehäuschen für die neue Tafel zu nutzen und darin eine Zeitleiste mit Bildern zu wichtigen Eckpunkten der Gemeinde zu integrieren. Da die Volksmusik in Alfeld einen hohen Stellenwert hat, könnte auf dem Wanderweg auch Musik über QR-Codes auf Stationsschildern abrufbar gemacht werden.

Das Projekt soll überwiegend mit Vereinsmitteln finanziert werden. Gestartet werden sollte es 2022, wenn das Nürnberger Land seinen 50. Geburtstag feiert. Beim Gemeinderat stieß die Idee eines Kulturwanderwegs auf durchweg positive Resonanz.

Eine Popcorn Maschine und eine Leinwand für Alfeld

Der Kulturverein hat für den Kinobetrieb auch eine Popkorn-Maschine angeschafft, die bereits im Haus für Kinder und in der Grundschule Alfeld erfolgreich getestet wurde.








Kunstwerke zum Ziehen

Hersbrucker Zeitung 22.04.2021




In Alfeld wird "ausgschellerd"

Herbrucker Zeitung 15.3.2021

Magazin Hersbrucker Schweiz Ausgabe 04.01.2021

Ein Verein will den Alltag vergessen lassen
Hersbrucker Zeitung Ausgabe 18.12.2020

HZ-Serie: Neu gegründeter Kulturverein Alfeld hat viel vor – Dorfkino, Kulturwanderweg und Dorfzeitung geplant 

ALFELD (mg) – Geplant war er schon länger, jetzt wurde er in die Tat umgesetzt: der Kulturverein Alfeld. Neben ganz praktischen Gründen soll er auch der Integra- tion und dem Zusammenhalt im Dorf dienen.

Die beiden frischgebackenen Vorsitzenden Karin Haas und Ju- dith Paloch können gar nicht auf- hören zu erzählen: davon, was sie nun alles vorhaben und welche Ideen ihnen im Kopf herumschwir- ren. Und davon, was mit dem Ver- ein an sich nun endlich möglich ist. Denn die Gründung im vergange- nen Oktober hatte auch recht praktische Gründe. 

Der Kreis schloss sich

Zum einen habe die Idee eines Kulturvereins schon lange im Raum gestanden, erzählt Haas: um zum Beispiel den Arbeitskreis Volksmusikzentrum, in dem sie ebenfalls engagiert ist, und ande- re kulturelle Veranstaltungen unter einen Hut zu bekommen.

Zum anderen war da das Dorf- kinoprojekt von Judith Paloch. „Schon vor sechs Jahren habe ich versucht, ein Dorfkino in Alfeld zu initiieren. Aber in Deutschland ist es wahnsinnig schwierig, legal Fil- me zu zeigen. Die Lizenz- und Ge- ma-Gebühren gehen ins Un- ermessliche“, erzählt die 38-Jäh- rige. Schließlich stieß sie auf das Projekt „Dorfkino einfach mach- bar“ aus Mecklenburg-Vorpom- mern, dem sich andere Initiativen anschließen können. Dahinter steht der Verein „Filmclub Güst- row“, der den Filmverleih organi- siert und die Lizenzen übernimmt.

Um dort mitmachen zu können und zum Beispiel die Filme auch bewerben zu dürfen, brauchte es einen Träger für das Alfelder Dorf- kino. So kamen die Idee eines eige- nen Vereins ins Spiel und das Dorfkino und der Arbeitskreis Volksmu- sikzentrum zusammen.

Dass die Vereins- gründung in eine nicht ganz einfa- che Zeit für ehrenamt- liche Initia- tiven fällt, ist den bisher zehn Mit- gliedern be- wusst. „Wir haben uns dennoch dafür ent- schieden, um schon jetzt Pro- jekte zu pla- nen und mehr Leute mit ins Boot zu holen“, sagt Pa- loch. Denn auch die Mitgliedersuche sei gerade schwierig, zu- dem seien viele Leute bereits in zahlreichen anderen Vereinen ak- tiv. Um die ebenfalls komplizierte Ämterbesetzung zu umgehen, ha- ben sich Haas und Paloch für eine moderne und schlanke Satzung entschieden, nach der nur die bei- den Posten des Vorsitzes verge- ben werden müssen. 

Neben den ganzen rechtlichen Aspekten habe der Verein aber vor allem ein Ziel: das kulturelle An- gebot in Alfeld zu erweitern. Des- halb schweben den beiden Vorsit- zenden bereits jetzt viele weitere Projekte vor: ein Kulturwander- weg zum Beispiel, mit Bildern und Texten aus vergangenen Zeiten, oder die „DorfNews“, eine digitale Dorfzeitung, die, in Zusammen- arbeit mit der Gemeinde, über ge- sellschaftliches Leben und amtli- che Mitteilungen informiert.

Auch mit den anderen Alfelder Vereinen wollen Haas und Paloch zusammenarbeiten. Die Tradition, die in ihrem Heimatort sehr hoch gehalten wird, ist ihnen ebenfalls wichtig – was schon im Vereinslo- go, das den Löwen aus dem Dorf- wappen und die fränkischen Far- ben zeigt, deutlich wird. Trotzdem möchten sie auch etwas frischen Wind ins Dorfleben bringen. „Wir wollten keinen weiteren Verein, der in die Vergangenheit blickt“, beschreibt Paloch die Intention. Für alle Altersklassen soll kosten- günstig etwas geboten werden, im Dorfkino könnten beispielsweise neben „Mainstream-Filmen“ auch solche mit Bildungs- und integrie- rendem Charakter gezeigt wer- den. Neu Zugezogene sollen sich genauso im Angebot finden wie Flüchtlinge, die im Dorf leben. „Kultur und unser Verein sollen neben all dem Alltagsstress etwas positive Stimmung vermitteln“, bringt es Haas auf den Punkt.